Vorfreude II - erste Überlegungen

 

 

07.Januar 2015

Katrin und Britta sitzen am Küchentisch.

 

Konsumgesellschaft. 

Du kannst alles kaufen. 

Weihnachten - das Fest der Liebe. Alle kaufen sich alles. Weihnachtsmärkte. Konsumtempel. 

Liebe schenken. 

Liebe kaufen? Mobile Liebe?

 

Lovemobil - wo sind die letzten Tabus? 

Sind sie wichtig? 

Für die kultivierte Gesellschaft als Regulierungsmechanismen? Oder zum Wegschließen von unbequemen Wahrheiten?

 

Was passiert hinter der verschlossenen Tür? 

Des Lovemobils? 

Der eigenen? 

Welche Türen kann - will - darf ich öffnen? 

Was werde ich sehen?

 

Welche Liebe transportiert das Mobil?

Welche Liebe soll das Mobil transportieren?

Wie kann man es füllen? Wie gehabt?

 

Stroh 

 


 

Februar 2015

Katrin und Britta reden im Atelier.

 

Die Themenabende waren am besten, da sind wir uns einig. Mehr Drumherum brauchen wir nicht. Es ist das, wo sich die Gedanken am besten konzentrieren können. Wo die Menschen zusammenkommen können, um miteinander zu sein. Zu reden. Zu denken.

Also wieder Themenabende. SprechTage.

Was bewegt uns? Worüber möchten wir uns austauschen?

Wir treffen uns unregelmäßig regelmäßig neben dem "richtigen" Leben, um zu philosophieren. Wir haben kontroverse Ansichten zum "richtigen" Leben und sind schon wieder mitten im Thema. Das Ich und die Welt. Liebe. Freiheit. Was wird mit dem Lovemobil?

Wie ist deine Sicht? Wie ist meine? Und wieder die Suche nach Schnittmengen. Das Lagerfeuer finden wir beide gut. Das Lagerfeuer ist gesetzt. Wir nähern uns dem Ganzen an und vieles ist noch offen.  

 

26.02.2015

Katrin per Mail 

 

"Zu deiner Frage zum Thema "Besinnung oder besinnen": Für

 mich gibt es einen Unterschied. "Wir kommen zur Besinnung"-> das Geschehen erfassen aus einer z.B. Stresssituation (wie fürchterlich diese 3 s´s) heraus und handeln, bevor es zu spät ist oder etwas Ungewolltes oder ein Unglück passiert.

"Wir besinnen uns" -> ist für mich eher eine Erkenntnis, die aus einem gelassenerem Zustand heraus passiert.

So gesehen passt, meiner Meinung nach, der Ausdruck "wir besinnen uns" besser zur Vorfreude II.

Wie siehst du das?"  

 

28.02.2015

Britta per Mail

 

"Zur Besinnung kann ich deine Gedanken nachvollziehen. Ich finde, dass sich "Wir besinnen uns" aktiver anhört.

Also: Vorfreude II - wir besinnen uns.

Vielleicht könnte die Farbe des Flyers wechseln? Grün würde gut passen. Genieß´ die Sonne!"

 


März 2015

01.03.2015

Katrin per Mail

 

"Herrlich... vor allem dieses Grün ;-))))  !

Warum in blau? Ich assoziiere mit der Farbe als erstes Himmel, Weite, Meer und Entspannung. Passt also sehr gut zu "Wir besinnen uns"!

 

Britta per Mail

 

"Das ist ein GRÜN in Abwesenheit von GELB!

Mir gefällt die reduzierte Form (ach nee) und in der Tat ist es ein Himmelsausschnitt."


 



 


 

Überlegungen zu den Themenabenden, 

jetzt: SprechTage (Katrin)

 

Katrin: 

"1. Liebe -> Lovemobil-Aktion...

 2. Ich  (am Lagerfeuer)

 3. Mut(ter) -> wenn man ein Wortspiel daraus machen will..;-)

 -in der Vorweihnachtszeit:

 4. Free (Dom)

 5. Geburt

 6. Liebe (als Abschluss nochmal aufgreifen)

 

Zur Liebe:

Ein erstes Mal eventuell bei Antje mit Lovemobil und Videoprojektion, wie ich dir schon erzählt hatte.

Zum Schluss nochmal das Thema im Atelier, in der Vorweihnachtszeit, mit der Videoinstallation aus dem Lovemobil an der Wand und den Erkenntnissen aus dem Projekt bei Antje, die wir natürlich jetzt noch nicht wissen. Das Stroh auf dem Boden und die gleiche Atmosphäre wie im letzten Jahr.

 

Zu "Ich" am Lagerfeuer:

-weil ich mich dort sehr wohl fühle.

-weil ich mit der Natur in Kontakt trete.

-weil ich dort ungeschützt bin.

Glaube auch, dass wir mit "ich" und "hier(me)" viele Gemeinsamkeiten finden können. Den Schwerpunkt auf die Wechselwirkung mit der Welt zu legen gefällt mir gut. Dann wollen wir mal streiten... ;-))

 

Mut (ter):

Dabei dachte ich eher an die eigene Mutterrolle und den Mut, Anderes zu tun, und nicht nur in dieser Rolle gefangen zu bleiben; sich als Mensch / Frau auch anders zu definieren...

 

Free (Dom):

Frei sein, Freiheit, der katholische Dom - gibt es dort Freiheit? Damit ist dann auch der Bezug zu Weihnachten hergestellt.

Was ist Freiheit? Kann man komplett frei sein? ..." 


 

Britta:

"HIER(me)

Das ICH im Hier und Jetzt in Verbindung zur Zeit zum Ort. Zeitgeist. 21.Jahrhundert. Wie sieht unsere Welt aus? Aus meiner Perspektive. Wo sind die Herausforderungen? Wo die Chancen. Wo gibt es die Verbindung zur Welt? Wo sind die Grenzen zum Außen? Wie definiert sich Außen? Wie Innen? Wie beeinflusst das Außen das Innen? Und umgekehrt. Was bedeutet das für die Fantasie und unser ganz eigenes Vorstellungsvermögen? Es gibt noch das phonetische Wortspiel: Hear me! Hier wird die Verbindung zu Gott oder dem, was größer ist als wir, geschaffen. Über das ICH hinaus.


 

TRAUM     

- am Lagerfeuer. TRAUM knüpft an Utes Vorschlag „Was wäre wenn?“ an. Was sind meine Träume? Unsere Träume? Können wir noch träumen? Erlauben wir uns das? Was hat unsere Traumwelt mit der Realität zu tun? Was sind Visionen? Was können wir visualisieren? Bestimmen wir unsere Traumziele selbst? Gibt es Träume, die wahr werden? Das Lagerfeuer passt für mich gut dazu, weil es dieses romantische Flair hat und der Traum oder träumen hat unbedingt etwas mit Idealisierung bzw Romantik zu tun. Allerdings gehört zum Traum auch der Alptraum. Sind wir die Schöpfer unserer Träume?


 

SIN(N)

Sinn des Lebens. Das rechte Leben. Das Leben nutzen. Die kurze Zeitspanne füllen mit – ja, mit was eigentlich? Was macht Sinn? Wo wird das gut Gewollte zum Bösen? Was ist Sünde? Kann man sich in guter Absicht versündigen? Ist das, was als das Schlechte scheint, wirklich schlecht? Oder gehört alles zusammen und es kommt nur auf den Standpunkt an? 

Soweit das grobe Grundgerüst."


 


 

17.03.2015

Katrin per Mail
 

“Was hältst du von "Unterbewusst (sein)" an Stelle von "Traum"?

Gefällt mir gerade super gut. Beinhaltet irgendwie alles. Das Unterbewusste (Traum, Albtraum, Wunsch, Vision), und das SEIN, also das ICH im Zusammenhang mit dem Unterbewussten.

(…) Macht schon wieder ziemlichen Spaß...!"

 

Britta per Mail

 

"Mir fällt dazu ein, dass der Wunsch und die Vision für mich in eine andere Ebene gehören, als in die des Unterbewussten. Der Wunsch und die Vision sind schon auf einer kommunizierbaren Ebene angelangt.

Trotzdem finde ich die Richtung gut.

Aber das Wort ist so lang und sperrig. Gibt es dafür nicht noch ein kurzes, knackiges? 

“ES” ?"   

 

20.03.2015

Katrin sägt Holz für das Lagerfeuer.

 

22.03.2015

Katrin und Britta im Atelier

planen Vorgeplänkel und suchen Formulierungen.


 

09. Juni   Vorgeplänkel 

19. Juni   ICH  und die Welt

03. Juli   WIR  Traum am Lagerfeuer

17. Juli   IHR  bringt die Themen mit

 


25.03.2015

Wir reden und streiten im Atelier.

 

Es geht um Außenwirkungen und Haltungen.

Um Notwendiges und Deko.

 

Jetzt wissen wir, wie es im Atelier gemütlich werden könnte auch ohne Stroh.

 

Wir einigen uns auf: 20.00 Uhr/ 7,-€/ die Rückseite des Flyers hat Britta durchgedrückt - sorry.

 

Ja, und wir freuen uns und sind neugierig auf euch. 


 

25.03.2015

OFF: "Wofür ist das, was ihr tut, wichtig?" 


 

OFF: "(...)Vielen Dank für deine Mail:-) Nach unserem letzten Gespräch (...) habe ich mir deine Homepage angesehen und bin sehr angetan. Als absolutes Greenhorn (...)habe ich allerdings ein klein wenig Berührungsängste, mich mit euch "alten Hasen" auf die Vorfreude II einzulassen.... 

Trotzdem wäre ich gern dabei! Muss ich mich anmelden?" 


 


 

 

    

  


 


 


 


 


 

 

April 2015

 

08.04.2015

OFF: "Worauf freut ihr euch? Ist denn schon wieder Weihnachten?"

 

OFF: "Ich bin dabei!"


 

Mai 2015

 

13.05.2015

Lagerfeuer

 

Warum finden wir das Lagerfeuer so gut? So passend? So bereichernd?

OFF: "Ich habe eigentlich keine Lust. Ich rede schon den ganzen Tag. Neugierig bin ich aber schon - ich werde mich einfach zu euch setzen."

Das Lagerfeuer ist ein gutes Drumherum. Es ist der Ort für Zusammenkünfte. Konspirativ. Der innere Kreis.

Am Lagerfeuer können Träume ihren Raum finden und Erzählungen sich manifestieren.

Schon mal ins Feuer geblickt?

Das Feuer. Der Anfang von Kultur. Die Voraussetzung. Das Feuer ist wesentlich für uns. Es bietet Schutz, Wärme, Gemeinschaft, Austausch und Nahrung.

Sind wir heute auf dem Weg, den Blick auf das Wesentliche zu verlieren? Haben wir zu viele Dinge? Haben wir genug Mut? Können wir uns beschränken um uns zu öffnen?

Was bringst du mit zum Feuer? Du bist hier sicher.


 



 

19.05.2015

 

Die Runden nehmen Gestalt an. Wir denken, dass es gute Runden werden können. Es fließt etwas aus der Idee in die Wirklichkeit. Vorfreude. Bist du dabei?


23.05.2015

 

Sonne und Wärme dazu wären noch schön.

Was wünschst du dir? 


 

31.05.2015 

...eine Wasserpfeife?


 

Juni 2015


 

01.06.2015

E-Mail

Katrin: ..."keine Wasserpfeife"! Keine Ernsthaftigkeit möglich; ver- und benebelt.  Ohne Rauschmittel berauschen..., in andere Sphären gelangen..., reset (en)..., aktiv besinnen...!  Habe gerade Sphäre gegoogled und das gefunden... Passt doch sehr zu unserem heutigen Gespräch über "das eigene Sein", oder? 

Britta: Ist die nüchterne Welt nicht ebenso ver- und benebelt? Ist von hier der Ausblick möglich? Kommt man nicht erst in die Ebene der ehrlichen Ernsthaftigkeit, wenn man sich (die Augen) vernebelt und direkt (ohne politische Korrektheiten) nach innen blickt. Dorthin wo eh´ alles einfach und klar ist? Der andere Blick? Oder: Es könnte ja mal einen Themenabend zum „Rausch“ geben. Was meinst du mit „reset(en)“ genau? Geil – dieser Sloterdijk. Soviel Lust am Denken! Danke. 
Katrin: Natürlich ist sie das, aber deswegen kommen wir ja zusammen, da Ideen da sind, von hier aus den Ausblick zu wagen, und sich auf den Weg zu machen. Meine Welt ist nicht nüchtern. Sie ist voller Ideen (und auch Unkorrektheiten). Die Pfeife vernebelt für mich nicht nur die Augen sondern den Geist. Die Vorfreude II bringt Menschen zusammen - unvernebelt. Zukünftiger Themenabend "Rausch" wäre geil! Bietet ganz viel Potential.  
Reset(en) heißt für mich z.B. eingeschliffene Verhaltensweisen, Ansichten, Meinungen so zu hinterfragen, dass ein "reset" zumindest versucht werden kann. Besser wäre vielleicht der Ausdruck "ein Update hochladen", damit die Systembugs verschwinden. Geil, gefällt mir! 
Britta: Ich denke, wir sprechen von unterschiedlichen Herangehensweisen und innerhalb der Vorfreude II stimme ich dir zu. 
Den Themenabend „Rausch“ sollten wir mal im Hinterkopf behalten…  
Deine Idee zu reset(en) finde ich gut. Ich denke auch, dass es gut ist, einen Schritt zurückzugehen oder zu versuchen, eine andere Perspektive einzunehmen und so zu neuen Ansichten zu kommen. 
Eine Frage stellt sich mir dabei: Wo soll denn, deiner Meinung nach, ein Update herkommen? 
Katrin: Das Update kommt über den Austausch im Pluriversum zustande. Alleine dreh ich mich nur um mich selbst - Universum.   


 

Welcome to the Pluriversum!
 


 


 

09.Juni Vorgeplänkel

 

Eine exklusive Runde. Viele Fragen schon im Vorgeplänkel. Breite Themen. Tiefe Themen im Anriss.

Ihr habt viel mitgebracht - danke.  


 

 
19.Juni ICH und die Welt

 

Wir treffen uns im Atelier. Sechs Frauen und ein Mann.

Ohne Sand, Strandkorb und Cocktailbar. Der Sommer wird vermisst. Wir sprechen über Wege in Freiheiten. Ohne Zeit und Terminplan. Über Schwerlastverkehr und nicht erfüllte Paradiesvorstellungen. Die Hölle ist nicht weit entfernt davon. Wie fühle ich mich wohl? Wie unterscheidet sich die Welt meiner Kinder von meiner Welt? Komme ich noch mit?

Was ist normal? Kann mir das jemand sagen? Es wird dann doch ziemlich behaglich im weißen, gefliesten Atelier ohne Palmen.

Wir freuen uns auf das Lagerfeuer. Der Sommer kommt bestimmt.


 

3.Juli TRAUM am Lagerfeuer

 

Was für Träume!

Es gibt in der großen Runde ein langes Vorgeplänkel, Einlassen und Eintauchen. Dann kommen die Träume auf´s Tableau.

Was ist Traum? Was ist Vision? Was ist Flucht?

Es gibt bewusste, unbewusste, lange, regelmäßige, Eigenregie, Visionen, Erkenntnisse, Genuss, Flucht, Suche ....

Wir sind vielfältig.

Das Feuer hat Macht. Die Vorfreude löst aus und kann verändern.

Das ist kein Spaziergang. 


 

17.Juli IHR bringt die Themen mit

 

Das habt ihr wirklich getan! Ihr habt eure Themen mit ins Atelier gebracht.

(Zuhören ist eine Übung.)

Menschen denken über Menschen nach. Wie sind die Anderen?

Wer bist du - auf dem Dorf oder in der Stadt. Im Alten Land? 

Welchen Einfluss nimmt die Umgebung? Welchen Einfluss nimmst du? Wo treffen wir auf Gleichgesinnte? Werden wir gefunden? Wie häufig geht es gar nicht zusammen? Der Schatten.


 

...und was hat es mit dem ewigen Sonnenuntergang auf sich?

Philosophie ist. 


 

"Auch der längste Weg endet an einer Tür." 


 

Ende.